Warum die Gebetszeiten der ISNA nicht richtig sind
Warum die Gebetszeiten der ISNA nicht richtig sind
Die Gebetszeitenmethode der ISNA war nie eine offiziell anerkannte Methode unter Gelehrten. Da die Gebetszeiten in Nordamerika im Sommer ähnlich spät liegen wie in Europa, wurde diese Methode als Erleichterung eingeführt. Ursprünglich war sie lediglich eine Empfehlung. Durch die Berechnung der Gebetszeiten mit einem Winkel von 15 Grad wurden die Zeiten für das Ischaa-Gebet vorverlegt und das Fadschr-Gebet nach hinten verschoben. Dabei ging es jedoch nicht darum, präzisere Gebetszeiten zu ermitteln, sondern lediglich um eine Vereinfachung.
Dies zeigt sich auch daran, dass die Zeitspanne zwischen Maghrib und Ischaa sowie zwischen Fadschr und Schuruk gleich lang ist. Würden es sich um die korrekten Zeiten handeln, müsste die Zeit zwischen Maghrib und Ischaa kürzer sein, da der Beginn des Ischaa-Gebets mit dem Verschwinden der letzten Dämmerung eintritt und nicht mit der vollständigen Dunkelheit.
Interessanterweise hat die ISNA ihre Empfehlung im Jahr 2010 geändert und den Fadschr auf 17,5 Grad festgelegt. Warum jedoch im Internet und in zahlreichen Apps immer noch die ISNA-Zeiten mit 15 Grad angegeben werden, lässt sich nur mit der Unwissenheit oder Nachlässigkeit der Anbieter erklären.